Promotion / seit 05.2026 · ehrenamtlich

Forschung.

Ausgangspunkt

Blockbasierte Programmierung senkt Einstiegshürden – ihre Vorteile sind jedoch überwiegend visuell gestaltet.

Programmiersprachen wie Scratch oder Snap! helfen Einsteigerinnen und Einsteigern, Syntaxfehler zu vermeiden und Programmstrukturen leichter zu erkennen. Für blinde und sehbehinderte Lernende sind Formen, Farben, Drag-and-drop und räumliche Anordnung allerdings nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich.

Mein Forschungsvorhaben untersucht deshalb, wie die didaktischen Vorteile visueller Programmierung in eine multimodale, screenreaderfähige und tastaturbedienbare Umgebung übertragen werden können – ohne die Zusammenarbeit mit normalsichtigen Lernenden zu erschweren.

Forschungsfelder

Vier Perspektiven auf zugängliche Programmierung.

01

Darstellung

Wie lassen sich visuelle Hinweise blockbasierter Sprachen für Screenreader und Bildschirmlupen erschließen?

02

Eingabe

Wie können Programme effizient mit Tastatur, automatischer Vorauswahl und auditivem Feedback erstellt werden?

03

Zusammenarbeit

Wie kann eine gemeinsame Umgebung blinde, sehbehinderte und normalsichtige Lernende gleichermaßen unterstützen?

04

Legacy-Code

Wie kann bestehender Blockcode automatisch strukturiert, zusammengefasst und zugänglicher aufbereitet werden?

Zielbild

Geplant ist ein integriertes Werkzeug, das visuelle und auditive Zugänge verbindet, Programme über die Tastatur navigierbar macht und passende Bausteine intelligent vorauswählt. Die Wirksamkeit soll mit blinden, sehbehinderten und normalsichtigen Schülerinnen und Schülern erprobt werden.

Quellcode, Materialien und Forschungsdaten sollen – soweit rechtlich und ethisch möglich – offen bereitgestellt werden, damit Ergebnisse nachvollzogen und weiterentwickelt werden können.